Bei schwierigem Atemweg und im
Notfall
COMBITUBE
- wenn Sekunden zählen
Kompletter Satz des Combitubes:
Kombinationstubus, große und kleine Spritze, Absaugkatheter und Winkel zum
Ablenken von Magensaft.
Der Combitube ist erhältlich
als:
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Beschreibung |
Combitube SA
37 F |
Combitube 41 F |
Größe des
Patienten (laut Hersteller)
** Siehe
Studien |
120 bis 165
cm
(120
bis 180 cm**) |
150 cm und
mehr
(180
cm und mehr**) |
Combitube
Packung:
Combitube und Zubehör in einer
Hartplastikschale |
5-18537* |
5-18541* |
| Combitube Roll-up Kit:
Combitube und Zubehör in einer weichen Plastikhülle |
5-18437* |
5-18441* |
| Combitube Single:
Combitubus ohne Zubehör in einer wieder- verschließbaren
Plastikhülle |
5-18237* |
5-18241* |
Combitrainer
(doppelt dicke Ballons zur
Anwendung an Intubationstrainern |
Nicht
erhältlich |
5-18141* |
* Bestellnummer (Firma
Tyco Healthcare)
** Studien:
Walz R, Davis S, Panning B:
Anesthesia and Analgesia 1999; 88:233
Combitube 37 F SA funktionierte gut bei 104 Patienten (66
männlich, 38 weiblich); 120 - 198 cm;
Dauer des operativen Eingriffes: 34 bis 360 min
Krafft P, Nikolic A, Frass M:
Anesthesia and Analgesia 1998; 87: 1457
Combitube 37 F SA funktionierte gut bei 258 chirurgischen
Patienten
Gebrauchsanleitung
(Kurzfassung; ausführlichere
Version entnehmen Sie bitte der beigepackten
Gebrauchsanweisung)
1. Querschnitt:
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Doppellumentubus mit pharyngealem
Lumen (1) und ösophagotrachealen Lumen (2). Lumen 1 mit verschlossenem unteren Ende und
Perforationen im Rachenbereich. Lumen 2 mit offenem oberen und unteren
Ende. Ein großer Mundrachenballon dichtet Mund und Nase, der untere
Ballon dichtet entweder Speise- oder
Luftröhre. |
2. Einführung:
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Der Patientenkopf bleibt in
neutraler Position, nicht in Schnüffelstellung. Der Combitube wird vorsichtig in einer nach unten gekrümmten
Bewegung eingeführt, indem Zunge und Unterkiefer zwischen Daumen und
Zeigefinger einer Hand genommen und dabei angehoben werden. Der Tubus
wird so tief eingesetzt, bis die Ringmarken zwischen den Zähnen oder den
Alveolarkämmen zu liegen kommen. Nicht mit Gewalt einführen
!
(Lipp Manöver: Halten des unteren Endes
einige Sekunden lang erleichtert das
Einführen)
Alternativ Urtubia
Manöver: Einführen des Combitube durch Hochziehen des Oberkiefers und
Hinunterschieben des Unterkiefers, damit wird eine größere
Schneidezähnenkantendistanz erreicht.
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3. Füllen der
Ballons:
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Zuerst wird der Mundrachenballon mit der beigepackten großen
Spritze (blauer Punkt) mit 85 ml Luft beim Combitube 37 F SA oder mit
100 ml Luft beim Combitube 41 F gefüllt (verwenden Sie das Ventil mit
dem blauen Kontrollballon). In vielen Fällen können Sie ein
geringes Herausschieben des Tubus während des Füllens beobachten. (Bei
elektivem Einsatz soll die "Minimal- Volumstechnik" angewandt werden:
der Ballon wird mit 40 bis 85 oder mit 40 bis 100 ml Luft gefüllt).
Dann
füllen Sie den unteren Ballon mit 5 bis 12 ml Luft (Combitube 37 F) oder
mit 5 bis 15 ml Luft (Combitube 41
F). |
4. Plazierung und Beatmung bei
Lage in der Speiseröhre:
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Bei blindem Einführen besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für
eine Platzierung des Combitube in der Speiseröhre. Deshalb soll die
Testbeatmung über den längeren, blauen Tubus No. 1 erfolgen. Die Luft
kann nicht über das untere Ende des blockierten pharyngealen Lumens entweichen und gelangt durch die Perforationen in den
Rachen. Da Mund, Nase und Speiseröhre durch die beiden Ballons
abgedichtet sind, wird die Luft in die Luftröhre geleitet. Wenn das
Abhören über der Lunge positiv und über dem Magen negativ ist, kann die
Beatmung fortgesetzt werden. Lumen 2 entlastet Speiseröhre und
Magen. |
5. Plazierung und Beatmung bei
Lage in der Luftröhre:
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In seltenen Fällen kommt der Combitube in der Luftröhre zu
liegen. Dann erfolgt die Beatmung über den kürzeren durchsichtigen Tubus
No. 2, der zum ösophagotrachealen Lumen führt. Die Luft wird nunmehr
direkt in die Luftröhre geblasen.
In
Ausnahmefällen funktioniert die Beatmung weder über Lumen 1 noch über
Lumen 2. Der Grund hierfür ist eine zu tiefe Lage des
Mundrachenballons, so dass der Kehlkopf- eingang verschlossen wird. Der
Combitube wird nun 2 bis 3 cm herausgezogen und die Beatmung neuerlich
über den längeren Tubus begonnen.
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6. Laryngoskop:
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Wann immer möglich, kann das Laryngoskop zur Erleichterung der
Intubation und zur Vermeidung von potentiellen Verletzungen der
Rachenschleimhaut verwendet werden
! |
Kontraindikationen
- Patienten mit Beiß- und
Schluckreflexen
- Patienten kleiner als 120 cm
- Patienten mit bekannter Pathologie der
Speiseröhre
-
Patienten mit Ingestion korrosiver Substanzen
- Zentrale Obstruktion der
Atemwege
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Vorzüge des
Combitube:
- Nicht invasiv: Erste Wahl bei der
Notfallintubation, funktioniert ebenso gut bei elektivem Einsatz mit
exzellenter Oxygenation
und Ventilation
- Hilfreich bei schwierigen
Umständen im Hinblick auf räumliche und Lichtverhältnisse
- Gerät ist sofort
anwendungsbereit, es kann bis zu 8
Stunden verwendet werden
- Blinde Intubation ist möglich, die Verwendung des Laryngoskops wird
bei
Vorhandensein empfohlen !
- Simultane Fixierung nach Füllen des
Mundrachenballons
- Funktioniert in trachealer und ösophagealer Position
- Minimales
Aspirationsrisiko
- Anwendung hoher Beatmungsdrücke möglich
- Unabhängig von einer
Energiequelle
- Optimale Methode im Notfall und bei Blutungen mit nicht einsehbarer
Stimmritze
- Niedriger Preis
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